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Besuch der Bundestagsabgeordneten Katrin Göring-Eckardt

21.05.2016

Der Fokus liegt auf kompetenzorientiertem Arbeiten

Seelingstädt. „Es ist einfach wichtig, dass die Thematik Menschen mit Handycaps nicht aus den Augen verloren wird“, betonte Dr. Maria Heinelt, Geschäftsführerin der Berufsförderungswerk Thüringen GmbH. Wichtiges Anliegen des Unternehmens mit Hauptsitz in Seelingstädt: Darauf aufmerksam machen, dass bei Gesetzgebungen wie beispielsweise Vergabe- und Modernisierungsgesetz sowie Bundesteilhabegesetz die Belange von behinderten Menschen und ihre Selbstbestimmung mit Augenmaß betrachtet werden und nicht nur ökonomisches Denken eine Rolle spielt.
Unter diesem Aspekt stand dann auch der Besuch von Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), zu dem das Unternehmen die Thüringer Bundestagsabgeordnete am Donnerstag eingeladen hatte. In einem Gespräch und bei einem ausführlichen Hausrundgang informierte sich die Politikerin über die Situation der beruflichen Rehabilitation.
Zwei Teilnehmer – ein ehemaliger Koch in der Ausbildung zum Qualitätsfachmann sowie ein Schmied auf dem Weg zum Kaufmann für Personaldienstleistungen – zeigten an ihrer individuellen Lebenssituation die Chancen der Neuorientierung.
Eine weitere wichtige Aufgabe sieht die Geschäftsführerin darin – und erhofft sich hier Hilfe durch die Politik – die Unternehmen stärker ins Boot zu holen. Mehr und mehr wird der Fokus auf kompetenzorientiertes Arbeiten
der Betroffenen gelenkt, anstelle darauf, welche Defizite vorhanden sind. Gerade erfahrene Arbeitnehmer könnten noch einmal Kompetenzen aufsatteln, sich wertvoll in den ersten Arbeitsmarkt einbringen und müssten nicht von einem Hilfsjob zum nächsten gehen. „Wenn wir Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen über berufliche Rehabilitation ins Arbeitsleben zurückbringen, macht das auch wirtschaftlich Sinn. Denn sie zahlen dann wieder
in die Sozialversicherungskasse ein statt Leistungen aus dieser zu beanspruchen“, nannte Dr. Ina Ueberschär, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung und stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland einen weiteren wichtigen Aspekt. Aktuell gelingt es dem Berufsförderungswerk Thüringen, das in 30 Berufen ausbildet, rund 70 Prozent der Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.
Insgesamt befinden sich 500 Menschen in beruflicher Rehabilitation.

(CK, OTZ 21.05.2016)


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