Start in einen neuen Lebensabschnitt
Am 17. Juni wurden über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Berufsförderungswerk Thüringen zum Qualifizierungsbeginn an den Standorten Seelingstädt, Erfurt und Eisenach begrüßt. Zum offiziellen Auftakt richtete Geschäftsführerin Dr. Maria Heinelt motivierende Worte an die Beginner: „Sie haben sich entschieden, einen neuen Weg einzuschlagen – dafür gilt Ihnen mein ehrlicher Respekt im Namen des BFW Thüringen.“
Die unterschiedlichen Angebote der beruflichen Rehabilitation eröffnen jedem Einzelnen die Möglichkeit, sich gezielt und individuell auf eine erfolgreiche Rückkehr in den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dabei bedeutet eine neue berufliche Orientierung oft auch, sich neuen Herausforderungen zu stellen. In der Reha-Vorbereitung nutzen die Teilnehmenden die Gelegenheit, wieder in Lernprozesse hineinzufinden und vorhandenes Wissen aufzubauen und zu festigen.
Abschlussprojekt:
Regionale Unternehmen
Während der gesamten beruflichen Rehabilitation spielt die Orientierung am Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle. Erste Recherchen zu beruflichen Perspektiven beginnen bereits im RehaAssessment und werden in der Reha-Vorbereitung weiter vertieft. Als Abschlussprojekt organisierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Seelingstädt eine eigene Ausstellung zu Unternehmen aus der Region. In Gruppen beschäftigten sie sich intensiv mit dem Arbeitsmarkt in Mitteldeutschland, recherchierten interessante Arbeitgeber und informierten sich über aktuelle Stellenangebote. Ihre Ergebnisse präsentierten sie am 15. Juni an abwechslungsreich gestalteten Ständen einem interessierten Publikum.
Abschlussprojekt: Gesund leben
Im Rahmen ihres Abschlussprojektes setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reha-Vorbereitung im Regional-Center Erfurt intensiv mit den Themen gesunde Ernährung und bewusste Lebensweise auseinander.
„Ein Highlight war, dass das Ernährungsprojekt in unseren neuen angemieteten Räumlichkeiten stattfand – inklusive einer komplett funktionierenden Küche, welche für das Projekt umfänglich genutzt werden durfte“, berichtet die Standortleiterin. Ihre Ergebnisse stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschaulich vor: Neben vielen Möglichkeiten zum Mitmachen und Ausprobieren gab es Einblicke in die Ernährungsindustrie. Halten Light-Produkte ihr Versprechen? Welche Zusatzstoffe setzen die Hersteller ein und wie wirken diese? Praktische Angebote gab es ebenso für Bewegungs- und Dehnübungen, die auch am Arbeitsplatz realisierbar sind. Der lebendige Austausch an den verschiedenen Stationen macht das Projekt zu einem gelungenen Abschluss der Reha-Vorbereitung.
Einstieg in die Qualifizierung
Die Abschlussprojekte der Reha-Vorbereitung vermitteln nicht nur Fachwissen, sondern machen auch Mut für den nächsten Schritt: den Beginn der Qualifizierung und der ganzheitlichen beruflichen Rehabilitation. In den kommenden 12 bis 24 Monaten erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Fertigkeiten für den Wiedereinstieg in Arbeit. Aus ihren Vorberufen bringen sie wertvolle Erfahrungen und Soft Skills mit – fachübergreifende Kompetenzen, die in den Besonderen Hilfen individuell gestärkt und erweitert werden.
Die Präsentationen der Teilnehmer zeigen auch: Trotz der aktuell herausfordernden Situation an Arbeitsmarkt sind die Unternehmen der Region weiterhin auf der Suche nach qualifizierten Fachkräften. Soft Skills, lebenslanges Lernen und die Stärkung von Problemlösekompetenzen sind vor diesem Hintergrund Erfolgsfaktoren, um nachhaltig im Berufsleben zu bestehen.